Katsumoto schloss für einen Moment die Augen, als sähe er die uralten, moosbedeckten Steinlaternen des Sumoto Tōshō-gū bereits vor sich. Ein tiefer Ernst trat in seinen Blick, der die Leichtigkeit des Bademoments für einen Augenblick verdrängte.
„Eine weise Entscheidung von Masako. Es ist mehr als nur eine gute Idee, es ist eine Notwendigkeit“, sagte er mit tiefer, resonanter Stimme. „Wir verbringen so viel Zeit damit, die Mauern des Reiches im Hier und Jetzt zu flicken, dass wir fast vergessen hätten, auf dessen Fundament zu stehen. Der Besuch am Schrein von Toshinaga-sama wird das Volk daran erinnern, dass die Wurzeln der Toranaga tiefer in die Erde von Fuso reichen als die Ambitionen jedes Emporkömmlings in der Hauptstadt.“
Er legte seine Hände auf den Beckenrand und drückte sich ein Stück hoch, während der Dampf um ihn wirbelte.
„Die rituellen Gewänder... es ist lange her, dass ich die schwere Seide der Zeremonienrüstung getragen habe. Aber für Toshinaga-sama und für Masako werde ich es tun. Wenn wir beide dort oben stehen, der Grosskanzler und der Feldmarschall, unter den uralten Kiefern des Schreins, dann wird das ein Signal der Einigkeit sein, das lauter schallt als jede Kanone meiner Artillerie. Masako hat den Instinkt einer wahren Herrscherin: Sie weiss, dass man die Zukunft nur beherrschen kann, wenn man die Ahnen auf seiner Seite hat.“
Katsumoto sah seinen Bruder mit einem feinen Lächeln an.
„Ich werde meine besten Offiziere anweisen, die Ehrenwache für die Prozession zu stellen, aber nur in den traditionellen Trachten, so wie Masako es wünscht. Keine modernen Gewehre, nur der Stahl unserer Vorfahren. Bist du bereit, Atsumaro? Die Treppen zum Tōshō-gū sind steil, und die Geister der Taikunfe dulden keine Schwäche.“